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Blog: Was sonst nirgends reinpaßte

Bunt durch­mischte Bei­träge, die in keine der anderen Blog-Kategorien passen.

created: 2009-12-30

StVO: Ideen zur Vorfahrtsregelung

(2010-08-05)

Es gibt ver­schiedene Konzepte zur Regelung der Vor­fahrt im Straßen­verkehr. Am weitesten ver­breitet (in unserem Kultur­kreis) ist das folgen­de Schema:
- standard­mäßig gilt "rechts vor links"
- durch Schilder können Haupt- und Neben­straßen ge­schaffen werden, erstere haben immer Vor­fahrt vor letzteren
- Ampeln sperren Straßen kurz­zeitig immer im Wechsel, so daß Kreuzungen stoß­weise von mehreren Fahr­zeugen in je eine Richtung zügig durch­fahren werden können

Nun möchte man an­nehmen, daß dieses Modell sehr sinn­voll ist, wenn es schon so weit ver­breitet ist. Die Planer werden sich ja was dabei gedacht haben. Das ist auch so, dennoch waren diese Planer auf einem Stand, der längst wissen­schaft­lich und tech­nisch über­holt ist. Heut­zutage kann man etwa mit Computer­simulationen ganz andere Vorfahrt­systeme analysieren.

In manchen Regionen gibt es seit einiger Zeit Pilot­projekte, wo andere Vorfahrt­systeme aus­probiert werden. Unter anderem hat sich er­staun­licher­weise ein ganz simples sehr gut bewährt:
- keine Schilder
- keine Ampeln
- kein "rechts vor links"
- man ver­ständige sich per Hand­zeichen oder auf ähn­liche Weise
Dieses System hat in Simulationen und in jahre­langem praktischem Einsatz er­staun­liche Resultate ge­liefert:
- deut­lich weniger Unfälle
- geringere Umwelt­belastung (Abgase und Lärm)
- ins­gesamt schnellerer Verkehrs­durchsatz, dh man kommt schneller von Punkt A nach Punkt B

Ich habe gestern jedoch einmal gründ­lich über das Thema nach­gegrübelt und bin der Meinung, daß es eine noch bessere Lösung geben könnte:
- im Zweifels­fall ver­ständige man sich per Hand­zeichen oder auf ähn­liche Weise
- bei über­sicht­lichen Situatio­nen sollte "rechts vor links" gewählt werden
- bei vollen/un­übersicht­lichen Kreuzungen sollte generell immer "gewebt" werden, analog zum "Reißverschluß­system": im Uhrzeiger­sinn (analog zu "rechts vor links") fährt als nächstes jeweils der­jenige, der links von dem­jenigen kommt, der eben fuhr
- längere Verkehrs­teilnehmer haben Vorrang vor kürzeren, schnellere vor langsameren, größere vor kleineren
- Straßen­bahnen haben immer Vorrang vor allen anderen, danach kommen Busse, Last­züge, Laster, PKWs, Motor­räder, langsame Bau­maschinen, Fahr­räder und schließ­lich Fuß­gänger
- zwischen Straßen­bahnen gilt generell "rechts vor links"

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